
1909 als Tochter einer jüdischen Familie in Köln geboren, studierte Hilde Domin Jura, Philosophie und politische Wissenschaften. Im Frühjahr 1939 floh sie mit ihrem Mann über Großbritannien nach Santo Domingo. Nach dem Tod der Mutter 1951 begann Hilde Domin Gedichte zu schreiben. 1960 kehrte sie nach Deutschland zurück und setzte sich engagiert für Versöhnung ein. Hilde Domin war aber auch eine starke Ruferin, wenn es darum ging, die Menschenrechte zu verteidigen gegen Verrat und Selbstverrat, gegen Intoleranz und "Menschenblindheit“. Dabei griff sie immer wieder auch auf biblische Themen und Motive zurück. Mit der einfachen Sprache ihrer Gedichte erreichte sie ein breites Publikum, mit dem sie bis ins hohe Alter einen intensiven Austausch pflegte. Als sie 2006 in Heidelberg starb, war sie längst die ‚große, alte Dame’ der deutschen Nachkriegslyrik.
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Zeit: Dienstag, 5. Mai 2009, 19.30h
Ort: Leseraum im Kurhaus Schömberg