
Geboren in Czernowitz (in der heutigen Ukraine) erlebte der jüdische Dichter während des 2. Weltkriegs die Deportation und Ermordung der Eltern. Celan’s Dichten dient fortan der Erinnerung an das Grauen des Holocausts - und zwar ganz bewusst in der deutschen Sprache, der „Sprache der Mörder“. Angesichts der bedrängenden Frage, wie es zu diesem Grauen überhaupt kommen konnte, kommt es in Celans Lyrik darüber hinaus zu einer intensiven, klagenden und anklagenden Auseinandersetzung mit jüdisch-christlichen Tradition – und damit mit der Sprach- und Glaubenswelt der Bibel. Paul Celans Dichtung gehört dabei unbestritten zu den Höhepunkten (nicht nur) der deutschen Nachkriegsliteratur.
Zeit: Dienstag, 21. April 2009, 19.30h
Ort: Leseraum im Kurhaus Schömberg