Wir sind Menschen und wir verbleiben deshalb immer innerhalb der Grenzen des Menschlichen. Muss dann aber nicht jedes menschliche Reden von Gott letztlich scheitern? Einfach weil wir uns nur menschliche Vorstellungen von Gott machen können? Der Theologe Karl Barth hat diese Frage bejaht. Weil er gerade als Theologe radikal das ‚Ganz-Andere Gottes’ ins Zentrum seines Denkens gestellt hat: „Wir sollen als Theologen von Gott reden. Wir sind aber Menschen und können als solche nicht von Gott reden.“
Trotzdem hält Barth daran fest: Menschen können von Gott reden. Allerdings nicht deshalb, weil Menschen die ihnen gesetzten Grenzen doch irgendwie überschreiten und ins ‚Ganz-Andere Gottes’ vordringen könnten. Wenn überhaupt so etwas wie Theologie möglich sein soll, dann muss das mit anderen Voraussetzungen zusammenhängen. Diese Voraussetzungen hat Karl Barth im Rahmen einer sog. ‚dialektischen Theologie’ zu erhellen versucht. An diesem Abend folgen wir ihren Spuren.
Zeit: 24. Januar 2012 um 19.30h
Ort: Lesesaal im Schömberger Kurhaus